Arminia Ochtrups Handballer behalten „weiße Weste“

Die Handballer von Arminia Ochtrup bleiben weiterhin der unangefochtene Spitzenreiter in der Kreisliga. Am Sonntag schlugen die Töpferstädter Verfolger GW Nottuln verdient mit 29:24. Trainer Thomas Brügge hatte trotzdem etwas zu meckern.
Von Jonas Katerkamp

Den fünften Sieg im fünften Spiel fuhren am Samstagabend die Handballer von Arminia Ochtrup ein. Auch gegen den bisherigen Tabellendritten verteidigte der Ligaprimus der Handball-Kreisliga seine „weiße Feste“ und schlug GW Nottuln verdient mit 29:24 (14:8).

Die Gastgeber kamen exzellent aus den Startlöchern und zogen dank eines Viererpacks von Rückraumspieler Joshua Leusder früh mit einer richtungsweisenden 4:1-Führung davon. Da die Defensive der Arminen hinten kompakt stand, konnten sie das Geschehen nach Belieben kontrollieren und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause noch auf 14:9 aus.

In den zweiten 30 Minuten verlief es recht ähnlich – auch wenn die Abwehr von Trainer Thomas Brügge hinten nun nicht mehr ganz so konsequent wie noch in Durchgang eins zu packte. Die Nottulner wussten dies nicht zu nutzen: Die entscheidenden Tempogegenstöße, um den Rückstand nennenswert zu verkürzen, wurden weiterhin fahrlässig hergegeben. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran hatte auch der erneut glänzend aufgelegte Luca Lehmann zwischen den Pfosten der Arminen, der über das ganze Spiel verteilt allein vier 7-Meter parierte.

Einer kleinen Vorentscheidung gleich kam der 7-Meter-Versuch von Marvin Schiemenz in der Schlussphase. Der sonst so treffsichere Topscorer des SCA, der auch am Samstag mit neun Treffern wieder die meisten Tore auf Seiten der Hausherren beisteuerte, setzte den Ball allerdings beim Stand von 29:22 an den Pfosten. So blieb es die letzten Minuten noch ein wenig spannend, mehr als zwei Tore knabberten die Gäste vom Rückstand aber nicht mehr ab.

„Verdient war der Sieg auf jeden Fall“, resümierte SCA-Trainer Thomas Brügge. „Allerdings haben wir in der zweiten Hälfte das Doppelte wie noch in Durchgang eins reingekriegt“, stieß dem Übungsleiter die nachlassende Defensivleistung seiner Mannschaft bitter auf. „Wenn wir den Gegner direkt nach der Halbzeit abkochen, machen wir uns das Leben nicht unnötig selber schwer. Da müssen wir noch cleverer werden“, so Brügge.

Arminia Ochtrup: Schiemenz (9), Leusder (7), R. Woltering (3), Fiegenbaum, Bitting, Witt, Schomann (je 2), Flothmann, Blech (beide 1).