Danke für alles Tommy!!!! Thomas Brügge: „Es war mir eine Ehre“

Danke für alles Tommy und Viel Spaß in Neuenkirchen!

Thomas Brügge: „Es war mir eine Ehre“

Für Thomas Brügge endete mit dem Kreispokalfinale gegen den HC Ibbenbüren seine dreijährige Amtszeit als Handballtrainer des SC Arminia Ochtrup. Der 53-jährige Coach lässt seine Zeit in der Töpferstadt Revue passieren und denkt an viele schöne Momente mit seinem Team zurück. Unter anderem an den, als er als Double von Pep Guardiola unterwegs war.

„Gentlemen, es war mir eine Ehre, Sie trainieren zu dürfen.“ Mit diesem Worten bedankte sich Thomas Brügge am Freitag vor dem Kreispokalfinale gegen den HC Ibbenbüren für die drei aus seiner Sicht herausragenden Spielzeiten, in denen er auf der Trainerbank der Ochtruper Handballer saß. Im Gespräch mit WN-Sportredakteur Marc Brenzel ließ der 53-jährige Neuenkirchener seine Zeit bei den Arminen Revue passieren.

Herr Brügge, wie emotional war es für Sie, als am Freitag das Kapitel Arminia Ochtrup für Sie ein Ende genommen hat?

Thomas Brügge: Da spielten schon Emotionen mit, schließlich hatte ich in Och­trup drei ganz tolle Jahre, die mit zu den schönsten in meiner Trainerlaufbahn gehörten. Ich bin prima in die Handballfamilie aufgenommen worden und habe mich hier immer sehr wohl gefühlt.

An welche Ereignisse oder Spiele werden Sie sich noch gerne zurückerinnern?

Brügge: Schwer zu sagen, aber sicherlich gehört das Pokalfinale gegen Ibbenbüren, das ja auch mein letztes Spiel war, dazu. Natürlich ist mir auch noch das erste Jahr gut in Erinnerung, als wir in eigener Halle lange ohne Punktverlust geblieben sind und ich mich daraufhin wie Pep Guardiola angezogen habe. Klasse war auch der hohe Heimsieg im Winter gegen Rheine, mit dem in dieser Form nicht viele gerechnet hatten.

In eben jener Woche nach diesem Sieg gegen den TV Jahn hat Ihnen der Vorstand mitgeteilt, dass er für die kommende Saison auf einen neuen Trainer setzt. Wie gehen Sie mittlerweile mit dieser Entscheidung um?

Brügge: Ich hätte die Mannschaft auch gerne ein viertes Jahr trainiert. Aber dass ein Trainer gewechselt wird, ist gang und gäbe und vollkommen legitim. Schöner wäre es gewesen, wenn ich ein paar Wochen früher darüber informiert worden wäre. Aber das trübt mein Verhältnis zum Vorstand auf keinen Fall.

Bei Ihrem Amtsantritt vor drei Jahren haben Sie gesagt, dass Sie mit dem SCA mittelfristig in die Bezirksliga aufsteigen wollen. Das ist Ihnen in dieser Saison gelungen. Wie stufen Sie daher Ihre Arbeit in Och­trup ein?

Brügge: Ich glaube, dass sollten lieber andere beurteilen. Dass wir den Aufstieg vielleicht sogar ein bisschen früher als gedacht geschafft haben – auch wenn uns die Ligareform ein wenig unter die Arme gegriffen hat – ist doch schön. Wir sind zwei Mal Dritter und dann in dieser Saison Zweiter geworden. Wir hatten in jeder Saison das Pech, dass es immer eine überragende Mannschaft gab, an die wir aufgrund unserer Leistungsschwankungen noch nicht rangekommen sind. Aber so ist das nun mal, wenn man mit einem jungen Team arbeitet. Aber ich denke, wir haben auch abseits des Handballfeldes eine Menge bewegt.

Was konkret?

Brügge: Ich denke da an die feste Anwurfzeit bei den Heimspielen. Das gab es ja vorher nicht. So können sich die Ochtruper Handballfans darauf einstellen, dass jede zweite Woche samstags um 19.15 Uhr etwas in der Halle los ist. Gut angekommen ist auch die Plakataktion, mit der wir auf unsere Heimspiele hinweisen. Das hat sich positiv auf die Zuschauerzahlen ausgewirkt.

In der nächsten Saison trainieren Sie die Reserve von SuS Neuenkirchen in der Kreisliga. Werden Sie sich – wenn es der Spielplan zulässt – auch 2016/17 mal die eine oder andere Partie des SCA ansehen?

Brügge: Ich schaue dann bestimmt noch mal vorbei. Schließlich hatte ich ja drei tolle Jahre hier in Och­trup.