Der Bericht zur 25:26(13:14) Niederlage der ersten Herren gegen Borghorst… Der feine Unterschied!

Der Bericht zur 25:26(13:14) Niederlage der ersten Herren gegen Borghorst…

Der feine Unterschied!

Das Bezirksliga-Derby zwischen Arminia Ochtrup und dem TV Borghorst entschied der TVB mit 26:25 für sich. So knapp das Ergebnis auch war – unverdient war der Erfolg der Gäste nicht.

Es waren Kleinigkeiten, die beide Mannschaften trennten. Und doch war bei der 25:26 (13:14)-Niederlage des SC Arminia Ochtrup gegen den TV Borghorst zu erkennen, wer Aufsteiger und wer etablierter Handball-Bezirksligist ist. Selbst Ochtrups Trainer Sven Holz räumte das ein: „Am Ende haben die Borghorster schlau gespielt und nicht einmal unverdient gewonnen.“

Dabei sah es zu Beginn danach aus, als könnte sein Team einen Sieg einfahren. Arminia agierte mit einer defensiven 6:0-Deckung, eine Taktik, die aufging, weil von den Borghorster Rückraumschützen zunächst keine Torgefahr ausging. Da der TVB kaum Lücken im gegnerischen Deckungsverband fand, schloss er einige Angriffe unvorbereitet ab. Die Gastgeber nutzten die Ballgewinne, um bis zur siebten Minute eine 7:2-Führung herauszuwerfen.

Doch schnell hatte Borghorsts Trainer Eckhard Rüschhoff den Braten gerochen. Er stellte seine Deckung um, indem er Felix Frie auf Ochtrups torgefährlichen Halblinken Max Oelerich ansetzte; eine Maßnahme, die fruchtete. Mit zunehmender Dauer behaupteten sich die Gäste nun auch besser am Kreis. Zudem glänzte Daniel Lütke Lanfer einige Male in Eins-zu-Eins-Situationen, so dass der Rückstand schmolz. In der 30. Minute erzielte Borghorsts Halbrechter zunächst den 13:13-Ausgleich. Vier Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit schloss Lukas Gevers einen Gegenstoß mit dem 14:13 für den TVB ab.

Arminia zeigte jedoch Moral und steckte bis zum Schluss nicht auf. Als Peter Schomann in der 33. Minute zum 16:14 für Arminia traf, schien sich das Spiel zu drehen. Doch der TVB zeigte in der Schlussphase große Leidenschaft und erzwang mit Herzblut die erneute Wende.

Die Mannschaft verdiente sich den Sieg auch deshalb, weil sie es verstand, die verletzungsbedingten Ausfälle von Maximilian Fürst (20. Minute), Lütke Lanfer (33.) und Kreisläufer Marius Lehm­kuhl (52.) zu kompensieren. Vor allem Youngster Felix Rathmann erledigte seinen Job im rechtem Rückraum nach Lütke Lanfers Verletzung tadellos.

In der 56. Minute traf Rathmann zunächst zum 25:23, Gevers wenig später zum 26:24. Oelerich verkürzte auf 25:26, und Sekunden vor dem Abpfiff hatte Arminia sogar die Chance zum Ausgleich. Doch Dustin Leusder scheiterte nach einem Gegenstoß aus spitzem Winkel. „Der unbedingte Wille hat den Ausschlag gegeben“, strich Rüschhoff den kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen beiden Mannschaften her­aus. „Zudem hatten wir heute das Quäntchen Glück, das uns zuvor bei der 25:26-Niederlage gegen Spitzenreiter Coesfeld gefehlt hatte“, ergänzte der Polizeibeamte.

Für Arminia trafen: Kock (2), Büter (2), Wiggenhorn (3), Christian Woltering (4/1), Pohl (1), Oelerich (6), Witt (2), Schomann (1), Raphael Woltering (3), Homölle (1). – Für Borghorst trafen: Gevers (4), Lorenz Valk (2), Frie (1), Rathmann (5), Lütke Lanfer (3), Kilian Valk (4/3), Elpers (1), Lehmkuhl (3), Huge (3). – Siebenmeter: 1/1:3/3. – Zeitstrafen: 8:2 Minuten.

Am Ende haben die Borghorster schlau gespielt und nicht einmal unverdient gewonnen.

Sven Holz, Trainer SCA Ochtrup

Der unbedingte Wille hat den Ausschlag gegeben.

Eckhard Rüschhoff, Trainer TV Borghorst

Bericht von Heiner Gerull!

Foto von Thomas Strack!

Bericht aus der WN:

http://www.wn.de/Sport/Lokalsport/Ochtrup/2591966-Handball-Bezirksliga-Der-feine-Unterschied