Erfolgsstory ohne Happy End beim SC Arminia Ochtrup!

Trainerentlassung bei der männlichen A-Jugend!

Hier der Bericht:

Hans-Georg Weber ist nicht mehr Trainer der Ochtruper Handball-A-Junioren. Weil es keine gemeinsamen Nenner mehr gab, verständigten sich Vorstand und Coach darauf, ab sofort getrennte Wege zu gehen. Von Marc Brenzel

Was als Erfolgsgeschichte begann, findet kein Happy End: Am späten Montagabend hat sich der Vorstand der Handballabteilung von Arminia Ochtrup dazu entschlossen, A-Jugend-Trainer Hans-Georg Weber vorzeitig von seinen Aufgaben zu entbinden. Weber hatte den SCA-Nachwuchs in der vergangenen Saison zur Meisterschaft in der Kreisliga geführt und sich anschließend mit dem Team zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für die Landesliga qualifiziert.

„Leider hatten wir kaum noch gemeinsame Nenner, was die Umsetzung unserer gemeinsamen Ziele betraf“, erklärte der Vorstand in einer Pressemitteilung. Ins Detail wollte Abteilungsleiter Reinhard Stücker nicht gehen. Nur so viel: Unter anderem hätte es Meinungsverschiedenheiten gegeben, was den Einsatz der Junioren in den beiden Senioren-Teams in der Kreisliga anbetrifft. Während der Vorstand favorisierte, den Youngster zwecks eines leichteren Übergangs vorzeitig erste Spielpraxis im Herrenbereich zu verschaffen, hielt Weber das nicht für die sinnvollste Entscheidung. Der Übungsleiter warnte davor, die Talente nicht zu verheizen.

„Wir haben uns zusammengesetzt und sind zu der Entscheidung gekommen, dass wir uns einvernehmlich trennen. Ich glaube, auch Hans-Georg hat eingesehen, dass das für beide Seiten die beste Lösung ist“, so Stücker, der die Mannschaft am Samstag (19. Dezember) im Heimspiel gegen Vorwärts Gronau coachen wird. Für die Rückrunde soll in Kürze ein neuer Trainer gefunden werden.

Weber hatte nach eigenen Angaben bereits in den vergangenen Wochen geahnt, dass seine Entlassung unmittelbar bevorstehen würde. Aus Sicht der 62-jährigen Schüttorfers hätte es dafür mehrere Indizien gegeben. Unter anderem führte der Übungsleiter Unstimmigkeiten mit der Mannschaft im Bezug auf die taktische Ausrichtung an. „Die Jungs hätten lieber einen schnellen Handball gespielt, doch ich war anderer Auffassung. Und letztlich kann es nur einen geben, der die Richtung vorgibt – nämlich der Trainer“, so Weber. Dass die Mannschaft aktuell mit 8:16 Punkten auf dem neunten Platz liegt, bedauerte der Trainer: „Es ist sicherlich Potenzial für einen Rang im oberen Tabellendrittel vorhanden, doch das wurde aus verschiedenen Gründen nicht ausgeschöpft.“

Weber bleibt dem Trainergeschäft aber weiterhin treu. Beim niederländischen Verein Avanti Wilskracht in Glanerbrug trainiert der ehemalige Bundeswehrsoldat die Damenmannschaft, die zuletzt den Kreispokal gewann.

Von Marc Brenzel
Foto: Strack