Heute wird unser dritter Nominierter vorgestellt: Christian Woltering! Ochtrups Mister Europapokal!

Heute wird unser dritter Nominierter vorgestellt: Christian Woltering!

Ochtrups Mister Europapokal!

Christian Woltering hat in England die Meisterschaft und den Pokal gewonnen. Kein schlechte Bewerbung für die Wahl zum Sportler des Jahres in Ochtrup. Trotz seiner Titel stuft der Handballer aber ein anderes Erlebnis als den Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn ein.

Von Marc Brenzel
Tobias und Raphael haben schon einen Sportoscar, mit dem in Ochtrup die Sportler des Jahres ausgezeichnet werden. Christian, der mittlere der drei Brüder, steht diesbezüglich hinten an. Doch das kann sich am 27. Februar im Verlauf der Sportgala ändern, denn der 26-Jährige Handballer möchte die kleine, aber feine Familientradition liebend gerne fortsetzen und mit seinen Brüdern gleichziehen.

Die Pfunde, mit denen Christian Woltering bei den Wählern wuchern kann, sind gewichtig. 2015 gewann der Töpferstädter, der vier Jahre lang in Manchester Business und Management studierte, mit den Warrington Wolves das Double bestehend aus Englischer Meisterschaft und Pokal. „Das war schon was“, denkt der mittlerweile wieder für die Arminen auflaufende Rückraumspieler an seine erfolgreiche Zeit auf der Insel zurück. „Aber mir bedeuten die internationalen Auftritte noch mehr. Im Europapokal antreten zu dürfen, dass ist sogar Leuten, die viel besser sind als ich, vergönnt geblieben.“

Zwei Mal stand Woltering mit britischen Teams beim EHF-Challenge-Cup, dem drittwichtigsten Vereinswettbewerb auf europäischer Ebene, auf der „Platte“. In der Spielzeit 2013/14 gegen den kosovarischen Vertreter KH Besa Famiglia, eine Saison später gegen den HC Holon aus Israel. Deutlich kürzer sind die Anreise zu den Gegnern, mit denen sich Woltering nach seiner Rückkehr in die münsterländische Heimat auseinandersetzen muss. In der Kreisliga sind die Partien in Nottuln und Coesfeld schon das Weiteste.

Diese Klasse wollen die Arminen schnellst möglich nach oben hin verlassen. Und dafür macht Christian Woltering viel: „Ich will mit dem SCA was erreichen. Dafür trainiere ich auch abseits der normalen Einheiten. Ich gehe zwar nicht in die Muckibude pumpen, aber dafür stehen bei mir andere Sachen auf dem Plan, mit denen ich meine Physis verbessern kann“, betont der Töpferstädter, der sich mittlerweile auch als Trainer der Ochtruper Landesliga-A-Jugend engagiert.

Die beiden Sportoscars, die seine Brüder einheimsten, haben im Elternhaus einen Ehrenplatz. „Ich könnte mir vorstellen, dass da vielleicht noch ein Oscar nebenpassen würde . . .“, schmunzelt der wurfgewaltige Rechtshänder, der seine Chancen nicht so richtig einstufen kann: „Sicherlich lesen sich Meistertitel und Pokalsieg gut, aber die habe ich in England geholt. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob die Ochtruper das mitbekommen haben oder ob das untergegangen ist.“ Und abgesehen davon, sei das Konkurrententrio bestehend aus Simon Herding, Michael Hillebrandt und André Dinkhoff auch nicht zu verachten, lobt Woltering seine Mitbewerber um den Oscar.