Paukenschlag in Ochtrup!

Paukenschlag in Ochtrup!

Für eine Überraschung sorgte jetzt die Handballabteilung von Arminia Ochtrup, die den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer Thomas Brügge trotz sehr guter Ergebnisse nicht verlängerte. Ein Nachfolger steht bereits fest..

Thomas Brügge und die Handballer von Arminia Ochtrup gehen nach der Saison getrennte Wege. Die Abteilungsleitung hat sich dazu entschieden, den Vertrag mit dem Trainer nach dreijähriger Zusammenarbeit nicht zu verlängern und informierte den 53-Jährigen am Donnerstagabend vor dem Training über den Entschluss.

Davon zeigte sich Brügge, der keinen Hehl daraus macht, gerne weiter beim SCA geblieben zu sein, überrascht. „Im Dezember habe ich dem Vorstand signalisiert, dass von mir aus einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege stehen würde. Da hat man mich aber auf den Januar vertröstet. Das finde ich etwas schade. Ich hätte mir gewünscht, dass ich schon vor vier Wochen reinen Wein eingeschenkt bekommen hätte“, erklärte der Übungsleiter.

Köpfe abreißen werde er deswegen aber niemanden. Das sei halt der Gang der Dinge im Trainergeschäft, so Brügge weiter. „Natürlich ist das schade, aber das ändert nichts an meiner Einstellung. Zwar können wir aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden, doch wir ziehen bis zum Saisonende weiterhin an allen Kabeln, um den TB Burgsteinfurt vielleicht noch abzufangen“, versprach Brügge, mit der gleichen Intensität zu arbeiten wie zuvor. „Ich gehe ohne Groll. Das waren drei tolle Jahre in Ochtrup, und ich freue mich jetzt schon auf die Rückrunde. Meinem Nachfolger wünsche ich viel Glück, er bekommt eine Toptruppe dahingestellt.“

Abteilungsleiter Reinhard Stücker betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass es an der Arbeit des Trainers absolut nichts auszusetzen gegeben hätte. „Thomas ist ein guter Trainer, aber nach drei Jahren war unserer Meinung nach der Zeitpunkt gekommen, etwas Neues in die Wege zu leiten. Das wird in vielen Vereinen – egal ob in großen oder kleinen – doch genauso gehandhabt.“

Ein Nachfolger stünde laut Stücker bereits fest. Um wen es sich dabei handelt, wollte der Abteilungsleiter aber noch nicht verraten und kündigte in diesem Zusammenhang an, den neuen Trainer in der kommenden Woche Mannschaft und Öffentlichkeit vorzustellen.

Unter Brügges Regie wurden die Arminia-Herren zunächst Vierter und beendeten die Vorsaison als Dritter. Augenblicklich rangiert das Team auf Platz zwei und hat beste Aussichten auf den Aufstieg in die neue Kreisoberliga. Seinen sportlichen Werdegang ab Sommer ließ der Neuenkirchener noch offen. „Wenn es Anfragen geben sollte, höre ich mir die gerne an. Wenn nicht, dann mache ich halt ein Sabbatjahr wie Jürgen Klopp und gucke dann weiter.“

von Marc Brenzel

Foto:Strack